Transformation geschieht nicht in der Veränderung der Umstände, sondern in der Transformation des Kontexts, in dem das Sein die Umstände hält.
Ich ertappe mich öfter, als mir lieb ist, dabei, beschäftigt zu sein mit dem, was in der Welt vor sich geht, was ich tue oder was ich glaube, was getan werden muss und versuche, das Leben von dort aus zu "lösen".
Aber was ich bei diesem Ansatz übersehe, ist, dass das, womit ich auch immer im Leben zu tun habe, niemals unabhängig von dem ist, der es betrachtet. Und von wo aus ich schaue, transformiert vollständig meine Erfahrung dessen, was ich anschaue.
Gelebte Transformation wird geboren in meiner Bereitschaft, meine Anhaftungen loszulassen.
Anhaftung woran?
Anhaftung an die Bedeutung, die ich Umständen, Ideen, Menschen und Ereignissen zuschreibe.
Schau selbst hin und sieh, was hält dich davon ab, dich auf deine gegenwärtige Situation als perfekt, als Gelegenheit und als Geschenk zu beziehen?
Was hält dich davon ab, dich auf Menschen als liebenswert und schön zu beziehen, unabhängig davon, was sie tun?
Immer nur ein Gedanke, an dem du hängst.
"Ich kann mich nicht auf den Zustand der Welt als perfekt beziehen. Das würde bedeuten, dass ich mit dem einverstanden bin, was in der Welt vor sich geht!"
"Wenn ich meine Sichtweise loslasse, werde ich verlieren!"
"Wenn ich meine Idee loslasse, werde ich nicht vorbereitet sein, mich zu schützen!"
Doch es bedeutet das nicht.
Dennoch sagen wir, Dinge bedeuten, was auch immer sie bedeuten, damit wir nicht hinschauen müssen. Dies und das ist nicht in Ordnung, wie es ist, sagen wir, die Dinge sollten anders sein, wir sagen, unser Leben wäre besser, wenn nicht diese Sache, diese Situation wäre. Wir sagen, wenn wir einen anderen Körper hätten, ein anderes Alter, einen anderen Geldbetrag auf dem Konto, könnten wir glücklich sein, zufrieden sein und geniessen, was wir haben.
Wir sind so an diese Ideen angehaftet, dass wir sie werden. Wir sind plötzlich, dass wir Geld brauchen, wir sind, dass die Welt nicht in Ordnung ist, wir sind, dass die Dinge auf eine bestimmte Weise sein sollten oder nicht sein sollten.
Und wenn wir in diesen Ideen herausgefordert werden, verteidigen wir sie.
Und dann versuchen wir, Lösungen innerhalb des Rahmens zu finden, den wir dem Leben gegeben haben.
Aber das Leben existiert nicht in diesem Rahmen.
Das Leben ist viel grösser als dieser Rahmen.
Und wann immer du bereit bist, den Rahmen loszulassen, den du hältst, wird das Leben dich belohnen, indem es dir mehr von sich selbst zeigt.
Kein Mass an Denken, Herausfinden und Handeln innerhalb der Idee, dass das Leben nicht in Ordnung ist, wird uns zufriedenstellen.
Aber wenn wir unsere Sichtweise loslassen können, wenn wir bereit sind, vom Leben selbst gelehrt zu werden, und wenn wir sehen, dass wir tatsächlich nicht unsere Sichtweise sind, nicht unser Rahmen, erschaffen wir eine völlig neue Möglichkeit. Eine Möglichkeit, mit den Dingen zu sein, wie sie sind.
Und das ist von Natur aus befriedigend.
"Tue alles mit einem Geist, der loslässt. Wenn du ein wenig loslässt, wirst du ein wenig Frieden haben. Wenn du viel loslässt, wirst du viel Frieden haben. Wenn du vollständig loslässt, wirst du vollständigen Frieden und Freiheit kennen. Deine Kämpfe mit der Welt werden ein Ende gefunden haben." - Ajahn Chah
"Der Widerstand gegen die unangenehme Situation ist die Wurzel des Leidens." - Ram Dass
Und wir müssen nicht weiter Widerstand leisten, weiter angehaftet sein.
Wir haben eine Wahl.
P.S.
Wenn du daran interessiert bist, die Arbeit des Being Institute zu erleben, bieten wir massgeschneiderte Einführungen in die Arbeit via Zoom und persönlich an. Schreibe "interessiert" und wir werden uns mit dir in Verbindung setzen.
Herzlich,
Moritz
BEING-INSTITUTE - The Art of Being Human
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